Letztes Mal Morgentraining mit Michael. Uff, war ganz schön anstrengend. Conny musste sich sogar einmal kurz hinsetzen, weil ihr Kreislauf das nicht mehr mitmachte. Dafür kam dann Michael zu mir und erstmal voll fett Fallen -.- Ich dachte auch nur, ich sterb hier gleich weg. Also so von der Kondition. Fallen macht mir mittlerweile sogar Spaß.
In der Stadt mit Sarah gewesen. Den Film von meinem Vater abgeholt und Lasagne für uns beide (für morgen) gekauft. Außerdem noch Pflaster, einen Apfelschneider und Sarah einen Gürtel und einen Manga.
In der Stadt kam mir dann Herr Ru. entgegengefahren *argh*. Ich treffe ihn ständig, das ist ja bald schon unnormal. Naja, mittlerweile mag ich ihn ja. Mein persönlicher Lehrer.
Fagus:
Na ja, ich finde, du bist auch so ein Bohemien, besser eine Bohemienne. Das Leben in einer künstlerischen, non-konformen Art, neben oder gegen gesellschaftliche Konventionen. So ein Künstlerleben halt. Wie Oscar Wilde es lebte. Ich finde es immer interessant wie Leute mich einschätzen. Ich möchte hier nicht einmal sagen, ob das richtig oder falsch ist.
Jedenfalls gibt es keine bestimmte Lebensweise nach der ich lebe. Ich mische alles zusammen. Seh ich dort etwas, was mir gefällt, übernehme ich das, sehe ich dort was, pack ich es dazu usw. Und das aber auch sehr leidenschaftlich.
Ein wirkliches Vorbild habe ich auch nicht. Es gibt Leute, die bewundere ich vielleicht, aber ich würde nie sagen, dass ich sein will wie sie. Bowie zum Beispiel. Wir sind uns durch die Tatsache mit dem Sammeln sehr ähnlich und von den Interessen und Charakter her. Alles aber nur Zufall und ich würde nie sagen, dass ich so sein will.
Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass ich sehr gegensätzlich bin. Meine Lebenseinstellung ist einerseits sehr gleichgültig (ohne Moral, Gesetze...), andererseits hasse ich bestimmte Sachen und will sie aus der Welt schaffen. Ich liebe Disziplin, Höflichkeit und Respekt (Aikido), andererseits mag ich auch das ungehobelte, unvernünftige, respektlose Leben (böse Teenager aus den 70ern); ich bin sehr von der Vernunft beherrscht und denke rational, andererseits brechen manchmal auch die Gefühle und Fantasien aus. Und so weiter, und so weiter...
Kurz: Alles passt irgendwie nicht zusammen. Noch kürzer: ich bin im Arsch.
Zumindest habe ich schon manch einige zur Verzweiflung getrieben, weil sie mich nicht verstanden haben. Was mir hier an dieser Stelle auch kein bisschen leid tut.
Ich ordne mich jedenfalls in keine bestimmte Sparte ein. Da würde alles und gar nichts passen. Es ist von Tag zu Tag anders.
... und dadurch, dass wir uns in keine Richtung einordnen und orientierungslos bleiben, machen wir uns selbst zum Gefolge eines Weges. Nämlich jener der Richtlosen.
(war der nicht toll? Oscar Wilde wäre stolz auf mich)
Mit Bohème habe ich mich jedenfalls noch nie genau auseinandergesetzt. Für mich waren das immer so verrückte Hippies. Wieder schlau geworden. Wer mehr dazu lesen möchte:
http://de.wikipedia.org/wiki/BohemienAch, Ladies & Gentlemen, lest "the importance of being earnest"! Es ist einfach nur wundervoll. Die Einstiegslektüre für jeden, der mal was von Mr. Wilde gelesen haben will. Er hat einen tollen Humor. Und dazu noch dieses schöne Thema und Wortspiel.
Danach dürft ihr euch an "The Picture of Dorian Gray" setzen. Es gibt keinen, der so toll mit Worten spielen kann (und dazu immer so geniale Themen hat). Auch nicht J.R.R. Tolkien.
Hier kann man The Importance of being earnest lesen (als Buch ist es natürlich noch viel angenehmer):
http://organicfamily.com/homestage/earnestScript.htmlAlgernon: I really dont see anything romantic in proposing. It is very romantic to be in love. But there is nothing romantic about a definite proposal. Why, one may be accepted. One usually is, I believe. Then the excitement is all over. The very essence of romance is uncertainty. If ever I get married, I'll certainly try to forget the fact. hehe... Algi
So und nun vertrockne ich, wenn ich nicht schnell genug eine Wasserfalsche bekommen xX
(LOL. Karin: Wollt ihr nicht noch eine Wasserflasche für die lange Heimreise mitnehmen? Kostas: Ne ne du, lass ma. Ich: Du nimmst die jetzt bevor du hinten bei mir zusammenklappst! Karin: Wasser ist gut für die Gehirnzellen. Anja: LOL Karin: Äh nein... halt, so war das nicht gemeint!)